Zeitgemäße Familien- und Väterpolitik

Eine Auflistung an Forderungen an die Politik

Viele Probleme im Zusammenhang mit Elternschaft ließen sich mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens erheblich reduzieren. Kinder wären dabei auch als Personen zu zählen.

Solange dieses jedoch nicht realisiert ist, plädiere ich für folgende Maßnahmen:
Vereinfachung einvernehmlicher Scheidungen, z.B. durch Verzicht auf die Anwaltspflicht.
Generelles Einsetzen eines psychologisch versierten und staatlich vergüteten Beraters/Mediators bei strittigen Trennungen oder Scheidungen mit Kindern, dessen Empfehlungen auch weitgehend bei Gericht Gehör finden. Dessen wichtigste Aufgaben sind, die Eltern mit den Konsequenzen ihres Handelns zu konfrontieren, ein praktikables Wohnmodell zu erarbeiten (das kann ggf. auch ein Nestmodell sein) und den Kontakt beider Eltern zu den Kindern zu gewährleisten, sofern sie erziehungsfähig sind. Damit würde man gleichzeitig Jugendämter und Familiengerichte entlasten.
Entzug des Sorgerechts bei Elternteilen, welche den Umgang boykottieren, die gegen den Willen des anderen Elternteils mit dem Kind das angestammte Umfeld verlassen oder das Kind entfremden – und das sind leider auch manchmal Väter!
Abschaffung des Ehegattensplittings
Verstärkter Ausbau von Kita- und Kindergartenplätzen, um der Garantie für einen Kita-Platz nachzukommen.
Unterstützung des co-erziehenden Elternteils, z.B. durch Anrechenbarkeit bzw. Absetzbarkeit von Umgangskosten, zumindest durch Berücksichtigung in einer besseren Steuerklasse.
Stärkere Berücksichtigung von Elterninteressen in den Betrieben, z.B. Auslagerung von Tätigkeitsfeldern (Home-Working), weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Anpassung an die Zeitvorgaben und Zeitvorstellungen von Eltern, Beschäftigungsgarantien für pflegende Mitarbeiter nach Rückkehr in die Vollzeit, unabhängig von der Größe des Betriebs und unabhängig davon, ob die Zeitverkürzung wegen Kinder- oder Elternbetreuung vorgenommen wird.