Offener Erfahrungsaustausch

Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat von 19 Uhr bis 21 Uhr findet der „Offene Erfahrungsaustausch“ in unserem Väterbüro in der Ligsalzstr. 24, 80339 München statt.
In einer moderierten Gruppe werden Themen der anwesenden Väter besprochen z.B. aktuelle Trennungs-, Scheidungs- und Umgangsthemen oder Differenzen mit dem anderen Elternteil.

Wechselnde Schwerpunkte des Erfahrungsaustauschs:

♦ Sich mit Personen ähnlicher Erfahrung gegenseitig beraten, sich unterstützen und stärken
♦ Mit Trennung oder Scheidung klar kommen, sie zu akzeptieren und nicht allein Negatives daran zu sehen
♦ Eine neue, positive Lebensphase gestalten lernen, „Krise“ und „Scheitern“ als Chance erkennen
♦ Beratung bei der Gestaltung eines konstruktiven, konfliktarmen Umgangs mit dem Kind/den Kindern
♦ Neuen Partner- oder Familienkonstelationen (Patchwork-Familien) bewusst gestalten

Durch den Austausch in der Gruppe sowie die sachliche Betrachtung resultieren neue Sichtweisen und Anregungen für das eigene Handeln. Bei Bedarf werden Termine für individuelle oder persönliche Themen vereinbart. >>>Die nächsten Termine

Termine:

Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 19 bis 21 Uhr

Veranstaltungsort:

Väterbüro der Väterinitiative München,
Ligsalzstr. 24, 80339 München

Offene Rechtsberatung

RechtsberatungIst eine Trennung noch frisch sieht man sich einer Vielzahl von Rechtsfragen ausgesetzt, mit denen man sich vorher nie oder nur am Rande beschäftigt hat. Oder die Trennung liegt schon länger zurück, aber es ergeben sich neue Schwierigkeiten.

Was ist mit der gemeinsamen Wohnung? Wieviel Unterhalt muss ich zahlen? Was bedeutet eigentlich Zugewinn? Wie oft darf ich meine Kinder sehen? Wie läuft ein Scheidungsverfahren ab? Gibt es irgendwas, was ich keinesfalls tun oder lassen sollte?

Die Väterinitiative bietet jeden dritten Dienstag im Monat von 18.30 bis 21.00 Uhr eine offene Rechtsberatung an, bei der Fragen rund ums Recht in offener Runde gestellt werden können. Für kompetente Antworten steht Vorstandsmitglied Petra Kuchenreuther als Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht zur Verfügung.

Die offene Rechtsberatung findet in der Regel jeden dritten Dienstag im Monat von 18.30 bis 21 Uhr in der Kanzlei „Rechtsanwälte Steinstraße“ in der Steinstr. 56, 81667 München statt.
Die nächsten Termine: siehe Event-Kalender. Für Mitglieder kostenlos, Nichtmitglieder 5 €. Anmeldung ist nicht erforderlich. Info: info@petra-kuchenreuther.de

Petition für das Doppelresidenzmodell

Für ein zeitgemäßes Familienrecht

Petition: Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht – der Väteraufbruch fordert das Doppelresidenzmodell

Macht mit bei der Petition, die beim Bundestag eingereicht wird. Ziel ist die gleichberechtigte Elternschaft mit gleichen Rechten und Pflichten für beide Eltern.

Jedes Jahr sind rund 220.000 Kinder von  der Trennung bzw. Scheidung ihrer Eltern betroffen. Die dann anstehenden Regelungen orientieren sich an dem Familienbild aus dem vergangenen Jahrhundert, obwohl sich die Lebensrealität und das Familienbild deutlich geändert haben.

Im Rahmen der Rechtsprechung wird ein Kind immer noch einem Elternteil „zugesprochen“, während der andere Elternteil in vielen Fällen darum kämpfen muss, dass er weiterhin im Leben seiner Kinder präsent bleibt. Genau das steht einer ungestörten Entwicklung der Kinder entgegen. Sie leiden unter dem Verlust eines Elternteils. Sie lieben beide Eltern und wollen mit ihnen zusammenleben.

„Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht – wir fordern ein gesetzliches Leitbild der Doppelresidenz“

lautet daher der Titel der Petition. Weitere Informationen zur Petition sowie Unterlagen zur Unterstützung der Petition gibt es hier.

Online-Studie zur Reproduktionsmedizin

Eine Doktorandin der Uni Heidelberg, Fachbereich Psychologie, bittet um Mithilfe bei ihrer Online-Studie:

Für unser Projekt der Uni Heidelberg zum Thema Reproduktionsmedizin haben wir einen Fragebogen entworfen. Für die Weiterentwicklung des Fragebogens bräuchten wir Ihre Hilfe. Es gibt bisher noch keinen Fragebogen dieser Art, deswegen freuen wir uns über jedes Feedback.

Bisher haben wir viele Frauen erreicht, aber es ist uns sehr wichtig, dass die Meinung von Männern und Frauen gleichermaßen präsentiert wird. Sie können mithelfen, dass dies der Fall ist. Sie müssen sich für die Teilnahme noch keine Gedanken zum Thema Reproduktionsmedizin gemacht haben!

An der Online-Umfrage können Sie hier teilnehmen:
www.soscisurvey.de/MethodenDerReproduktionsmedizin

Die Teilnahme dauert circa 10 bis 15 Minuten. Alle Angaben sind anonym und können nicht auf Sie als Person zurückgeführt werden. Es steht Ihnen außerdem zu jedem Zeitpunkt der Studie frei, Ihre Teilnahme abzubrechen.

Vielen Dank für Ihre große Hilfe!

M.Sc. Margaux Mohnke
Universität Heidelberg

BGH unterstützt Wechselmodell

Endlich findet der gestiegene väterliche Einsatz bei der Kinderbetreuung  seinen gesetzlichen Niederschlag. Das Wechselmodell ist unter Umständen sogar gegen den Willen eines Elternteils möglich.

Erfolgreich geklagt hat ein Nürnberger Vater mit 13-jährigem Sohn. Die Grundsatzentscheidung vom 1. 2. 2017 des Bundesgerichtshofs fördert damit die gleichberechtigte Betreuung von Scheidungskindern. Der genaue Wortlaut und die Begründungen sind nachzulesen unter:
www.kostenlose-urteile.de/BGH_XII-ZB-60115_Paritaetisches-Wechselmodell-zur-Betreuung-des-Kindes-auch-gegen-den-Willen-eines-Elternteils-moeglich.news23916.htm

Demnach sollen Familiengerichte ein „paritätisches Wohnmodell“ anordnen können, was sich stärker am Kindeswohl orientiert, natürlich nach Anhörung des Kindes! Einschränkend muss man festhalten, dass dies nur möglich ist, wenn die Eltern in erreichbarer Nähe zueinander wohnen und sich bisher auch für das Kind gemeinsam eingesetzt haben, wenn der erhöhte Unterhaltsbedarf gedeckt ist, und wenn sich die Eltern tatsächlich an das Kindeswohl halten und nicht ihre je eigenen Egoismen durchsetzen wollen.  „BGH unterstützt Wechselmodell“ weiterlesen

Zeitgemäße Familien- und Väterpolitik

Eine Auflistung an Forderungen an die Politik

Viele Probleme im Zusammenhang mit Elternschaft ließen sich mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens erheblich reduzieren. Kinder wären dabei auch als Personen zu zählen.

Solange dieses jedoch nicht realisiert ist, plädiere ich für folgende Maßnahmen:
Vereinfachung einvernehmlicher Scheidungen, z.B. durch Verzicht auf die Anwaltspflicht.
Generelles Einsetzen eines psychologisch versierten und staatlich vergüteten Beraters/Mediators bei strittigen Trennungen oder Scheidungen mit Kindern, dessen Empfehlungen auch weitgehend bei Gericht Gehör finden. Dessen wichtigste Aufgaben sind, die Eltern mit den Konsequenzen ihres Handelns zu konfrontieren, ein praktikables Wohnmodell zu erarbeiten (das kann ggf. auch ein Nestmodell sein) und den Kontakt beider Eltern zu den Kindern zu gewährleisten, sofern sie erziehungsfähig sind. Damit würde man gleichzeitig Jugendämter und Familiengerichte entlasten.
Entzug des Sorgerechts bei Elternteilen, welche den Umgang boykottieren, die gegen den Willen des anderen Elternteils mit dem Kind das angestammte Umfeld verlassen oder das Kind entfremden – und das sind leider auch manchmal Väter!
Abschaffung des Ehegattensplittings
Verstärkter Ausbau von Kita- und Kindergartenplätzen, um der Garantie für einen Kita-Platz nachzukommen.
Unterstützung des co-erziehenden Elternteils, z.B. durch Anrechenbarkeit bzw. Absetzbarkeit von Umgangskosten, zumindest durch Berücksichtigung in einer besseren Steuerklasse.
Stärkere Berücksichtigung von Elterninteressen in den Betrieben, z.B. Auslagerung von Tätigkeitsfeldern (Home-Working), weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Anpassung an die Zeitvorgaben und Zeitvorstellungen von Eltern, Beschäftigungsgarantien für pflegende Mitarbeiter nach Rückkehr in die Vollzeit, unabhängig von der Größe des Betriebs und unabhängig davon, ob die Zeitverkürzung wegen Kinder- oder Elternbetreuung vorgenommen wird.